Liebe Experten,
diesmal weniger eine Finale als eine Notationsfrage:
Wie gebe ich ganz korrekt folgende Situation an?
Abfolge wie im Original (Ende 19. Jhrt notiert):
1. Teil 1. Endet mit "Fine"
2. 2 Übergangstakte
3. Coda
4, Trio. Endet mit "DC al Fine e poi la Coda"
Gespielt wird: 1-2-4-1-3
Muss ich am Ende des 1. Teils oder am Ende der beiden Übergangstakte eine Angabe machen oder reicht der egriff "Coda" aus, dass dieser Teil erst später zu spielen ist?
Danke für Eure Anregungen,
Pepe
Korrekte Da Capo Angabe
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Hallo Pepe,
ob das so ideal ist, sei einmal dahingestellt. Wenn es denn unbedingt so sein soll, habe ich wenigstens ein paar Anregungen:
Am Ende von Teil 1 sollte kein "fine" stehen, sondern ein Segno, dementsprechend ist der Verweis am Ende von Teil 4 zu ändern.
Zwischen Teil 1 und 2 doppelter Taktstrich (kein Schlussstrich).
Teil 2 mit einem einfachen Taktstrich abschließen, danach einen Freiraum so breit wie eine Notenzeile hoch ist.
Über Teil 3 "Coda", möglich wäre, da auch noch einmal zusätzlich das Segno zu setzen.
Am Ende der Coda Schlusstaktstrich.
Am Ende von Teil 4 der veränderte Hinweis und doppelter Taktstrich.
Möglich wäre, am Ende von Teil 2 ein "vi-" und am Beginn von Teil 4 ein "-de" zu setzen. (Jeweils über der Notenzeile.) Das ist vielleicht nicht unbedingt regelkonform, habe ich aber gerade in Notendrucken aus dem 19. Jhdt. gelegentlich gesehen.
Alles nur Vorschläge. Ziel muss es ja sein, es für den Musiker so einsichtig wie möglich zu machen.
Gruß, Jörg
ob das so ideal ist, sei einmal dahingestellt. Wenn es denn unbedingt so sein soll, habe ich wenigstens ein paar Anregungen:
Am Ende von Teil 1 sollte kein "fine" stehen, sondern ein Segno, dementsprechend ist der Verweis am Ende von Teil 4 zu ändern.
Zwischen Teil 1 und 2 doppelter Taktstrich (kein Schlussstrich).
Teil 2 mit einem einfachen Taktstrich abschließen, danach einen Freiraum so breit wie eine Notenzeile hoch ist.
Über Teil 3 "Coda", möglich wäre, da auch noch einmal zusätzlich das Segno zu setzen.
Am Ende der Coda Schlusstaktstrich.
Am Ende von Teil 4 der veränderte Hinweis und doppelter Taktstrich.
Möglich wäre, am Ende von Teil 2 ein "vi-" und am Beginn von Teil 4 ein "-de" zu setzen. (Jeweils über der Notenzeile.) Das ist vielleicht nicht unbedingt regelkonform, habe ich aber gerade in Notendrucken aus dem 19. Jhdt. gelegentlich gesehen.
Alles nur Vorschläge. Ziel muss es ja sein, es für den Musiker so einsichtig wie möglich zu machen.
Gruß, Jörg
Finale 2014, Windows 8, 64-bit
Hallo Pepe,
Jörgs Darstellung ist nicht korrekt. Da von Anfang an wiederholt wird, gehört dort kein Segno hin (Das benutzt man nur, wenn die Wiederholung nicht von Anfang gilt. D.C. ist also völlig richtig. Vi-de wird nur geschrieben, wenn man Teile auslassen kann oder auch nicht. Die Reprisen sollten so aussehen:
1.Teil Ende fine ||
Am Anfang der Übergangstakte (nicht zählen) ein Kopf Ø (›Laterne‹) || am besten Lücke (versteckter Takt) vor Coda
Ø Coda – Schlußstrich
Trio, am Ende: »1.Teil« d.c. al Ø–Ø oder Deine Formulierung. »Fine« ist eigentlich überflüssig, wenn man nur d.c. al Ø–Ø schreibt.
Das sollte dann für jeden Musiker klar sein. (Es gibt kaum ein Notationsproblem, bei dem so viele Fehler gemacht werden wie solche Reprisen, wo man wirklich nicht weiß, wie's gemeint ist.)
Jörgs Darstellung ist nicht korrekt. Da von Anfang an wiederholt wird, gehört dort kein Segno hin (Das benutzt man nur, wenn die Wiederholung nicht von Anfang gilt. D.C. ist also völlig richtig. Vi-de wird nur geschrieben, wenn man Teile auslassen kann oder auch nicht. Die Reprisen sollten so aussehen:
1.Teil Ende fine ||
Am Anfang der Übergangstakte (nicht zählen) ein Kopf Ø (›Laterne‹) || am besten Lücke (versteckter Takt) vor Coda
Ø Coda – Schlußstrich
Trio, am Ende: »1.Teil« d.c. al Ø–Ø oder Deine Formulierung. »Fine« ist eigentlich überflüssig, wenn man nur d.c. al Ø–Ø schreibt.
Das sollte dann für jeden Musiker klar sein. (Es gibt kaum ein Notationsproblem, bei dem so viele Fehler gemacht werden wie solche Reprisen, wo man wirklich nicht weiß, wie's gemeint ist.)
Man kann nicht mit jedem Lied jeden ansprechen:
Der eine find’s gut, der andre muß brechen.
Ulrich Roski
Sibelius Utimate 2022.5+Dorico 4.0.31
MacOS 10.15.7/iMac 27"/MacBook Pro 17"
Der eine find’s gut, der andre muß brechen.
Ulrich Roski
Sibelius Utimate 2022.5+Dorico 4.0.31
MacOS 10.15.7/iMac 27"/MacBook Pro 17"